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Natürlich haben wir uns vor der Instandsetzung des Wracks und dem Umbau zum Wikingerschiff
intensive Gedanke gemacht und etliche Entwürfe aufs Papier gebracht.

In unserem Forum können Sie Anregungen bezüglich der Gestaltung oder 
Adressen für  Dekomaterial hinterlassen

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Der Hauptgrund dieser Seite

ist, dass wir den Umbau der MS-Fürstenberg zum Wikingerschiff per Foto und Text für Sie dokumentieren möchten.
Wir möchten das Sie miterleben, wieviel Mühe, Kraft, Willen und Ausdauer nötig ist um gegen jede Widrigkeit einen Traum zu verwirklichen.

Der Kernsatz unserer Anstrengungen wird immer sein

Das Unmögliche versuchen
um das Mögliche zu erreichen

Wir wissen, es wird ein langer steiniger Weg werden,
mit viel Schweiß, fluchen, von Mücken zerstochen, Abschürfungen,
Verbrennungen,
manchmal kurz vor der Aufgabe stehend und vom Schleifen werden uns manchmal die Arme abfallen.
Weil wir nicht Firmen beauftragen die unsere Ideen umzusetzen.

Bei uns arbeiten die Chefs noch persönlich und erarbeiten sich Ihre Träume selber

Auch wenn wir manchmal verzweifeln, werden wir uns immer wieder sagen:

"YES, WE CAN"
"WIR HABEN EINEN TRAUM"

Wie alles begann

Alles gegann damit und daran sind all die Gäste der MS-Freibeuter schuld, das wir mit dem Konzept Piratenschiff so viel Erfolg hatten.
Dadurch hatten wir den Mut den nächsten Schritt zu tun. Ein neues Themenschiff aufzubauen.
Das Glück spielte uns eine Chance in die Arme, aus der Konkursmasse einer pleitegegangenen Reederei in Fürstenberg ein heruntergekommendes Schiff zu ersteigern. Gesagt, getan und wieder hatten wir uns ein Wrack an die Backe gebunden
  


Die erste Besichtigung der MS-Fürstenberg, von weiten sieht sie ja noch nicht so schlimm aus


Aber wenn man dichter rankommt, beginnt das Grauen


Die Vandalen waren auch schon da und haben diese schöne massive Eichentür zerstört


Und egal wo wir hinschauen "ROST" überall "ROST"

 
auch das Oberdeck sieht gut aus, das Geländer hat vor lauter Rost keine Bindung mehr zum Unterboden

Juli 2008

Die größte Frage war, bekommen wir den Schiffsmotor zum Laufen, um das Wrack mit eigener Motorkraft von Fürstenberg nach Berlin zu bringen. Nach der ersten Besichtigung des Motors stand fest, erst einmal mussten Batterien gekauft werden, zwei Schläuche waren auch durch Frost zerstört und mussten erneuert werden und nachdem wir den Dieseltank kontroliert hatten, wussten wir, es müssen 400 Liter Diesel gekauft werden und diese dürfen wir dann auch noch mit 20 Liter Kanistern zum Boot schleppen. "Danke für Gespräch" konnten wir da nur sagen.

Was sollst, wer A sagt muss auch B sagen.

Seewolf Ungerund Sir Moggemachten sich auf zum Baumarkt und kauften all die benötigen Dinge ein, zurück beim Schiff war das Fachwissen vom Seewolf Unger gefragt, denn Sir Mogge hat NULL Ahnung von Motoren. Er durfte die niederen Arbeiten vollrichten und das Wasser für das innere Kühlwassersystem auffüllen. Nach drei Stunden Arbeit vom Seewolf Unger und etlichen Flüchen, wie "sch........ die Wand an" oder "f...... die Henne" und Sir Mogges obligatem "Jooo", sprang der Motor, keiner hätte es geglaubt, unter Zuhilfenahme von einigen Tricks wieder an. Aber während der Arbeiten im dunklen Unterdeck mussten wir feststellen, dass wir an einigen Stellen von drinnen nach draußen schauen konnten. Nach der Besichtigung von außen sahen wir, das die Löcher genau auf der Höhe der Wasserlinie waren. Wir also wieder zum Baumarkt um Glasfaser und Zweikomponetenkleber zu holen, um die Löcher jedenfalls provisorisch dicht zu bekommen. Nachdem wir dies auch alles erledigt hatten, machten wir uns auf die große Reise nach Berlin, sieben Stunden Fahrt lagen vor uns und wir wussten die Angst wird saß uns immer im sitzen, kommen wir überhaupt an. Nach ca. 30 Minuten Fahrt schaute Sir Mogge zufällig durch die offene Luke ins Unterdeck und stellte fest, der Wasserstand hat sich in der Bilsch extrem erhöht. Das teile er dem Seewolf mit, der sofort eine Kehrtwendung vollzog und zum Ausgangspunkt zurückkehrte.

Das war aber eine kurze Reise.

Dann
begann die große Suche, woher kommt das Wasser, wie kommen 1.000 Liter Wasser in so kurzer Zeit ins Schiff. Ein Leck konnte es nicht sein, denn nachdem die Maschine aus war, stieg das Wasser nicht mehr. Und dann fanden wir die Ursache, die Kühlstäbe des Wärmetauschers waren durchgerostet und dadurch konnte der äußere Kühlwasserkreislauf Wasser in den inneren Kühlwasserkreislauf drücken und über den Überlauftank das plötzlich vorhandene überschüssige Wasser in das Innere des Schiffes drücken. Das sind so die Momente, wo man aufgeben möchte, weil man nicht mehr weiter weiß. Aber nach zwei Stunden überlegen und verwerfen von möglichen Lösungen hatte Sir Mogge die rettende Idee. Wir wieder ab in den Baumarkt, um die benötigen Teil zu besorgen. Die Lösung möchten wir hier nicht näher erläutern, aber nachdem wir wieder losgefuhren, stellten wir fest, es funktionierte, aber trotzden saß uns immer die Angst im Nacken.

HALLELUJA

Nach 7 Stunden Fahrt, acht Schleusen, Angstschweiß auf der Stirn, die Nerven bis zum zerreißen gespannt, kamen wir an unserem Zielort an.
Ach, wie schön kann Tegel sein!


Die MS-Fürstenberg festgebunden in Berlin-Tegel an der Greenwichpromenade

12. Dezember 2008

Der Tag, an dem wir die MS-Fürstenberg von Tegel zur Meyer-Werft in Spandau gebracht haben.
Irgenwie trauten wir unserem Provisorium mit dem Kühlwassersystem nicht mehr so recht und so entschlossen wir uns die MS-Fürstenberg fest mit der MS-Freibeuter zu verzorren und so das Schiff zur Werft zu bringen. War ein herrlicher Anblick, zum Glück haben uns nicht so viele bei dieser Aktion beobachtet, aber wir kamen aufgrund der grandiosen Fahrkünste vom Seewolf Unger sicher in Spandau an. Landratten, ich kann euch sagen, man glaubt nicht wie hoch aufeinmal ein Schiff wird, wenn es aus dem Wasser geholt wird und der Rumpf der normal im Wasser liegt auf einmal sichtbar wird. Man steht vor einem großen hohen Berg Metall, und das soll man alles abschleifen, da kann einem schon der Mut verlassen.

Glauben sie das uns

Man steht mit einer kleinen Flex vor diesem metallischen Körper und schaut an der Seite entlang und da verlässt einem ganz schnell der Mut.


Unser Lehrling beim Kampf mit den Lackschichten

31.01.2009

Es wird Zeit, dass wir die Ereignisse der letzten Tage wiedermal hier veröffentlchen.
Tja, wie man auf den Bildern sehen kann, sind wir voller Elan an die Arbeit gegangen, aber schon nach den ersten Schleifversuchen mussten wir feststellen, dass die Vorbesitzer sich nie die Mühe gemacht haben den vorhandenen Lack runterzuschleifen, sondern sie überstrichen die alten Lacke einfach. So fanden wir ca. 18 alten Lackschichten, die sich im Laufe der Jahre auf dem Schiffsrumpf angesammlt haben. Aber was sollten wir machen, der Lack musste runter und so schliffen wir, die Drahtbürsten verbrauchten sich wie warme Semmeln in einer gutgehenden Bäckerei.
Das Schlimmste aber beim abtragen der Lackschichten war, es kamen immer mehr Löcher oder Schwachstellen am Rumpf zum Vorschein und jede schadhafte Stelle bedeutet viel mehr Arbeit und höhere Kosten.
Zwei Tage hielten wir durch, die Arme taten weh, wenn man die Schleifmaschinen ausstellte, hatte man immernoch so ein vibrieren in den Händen.


Das Grauen offenbahrt sich beim schleifen immer mehr........ ROSTLÖCHER    unter den Lackschichten



Seewolf Unger bei einer schwierigen Arbeit, dem grundieren der geschliefenen Flächen


Hier hilft der Seewolf Unger unserem Lehrling zur Arbeit.... grinslach

Wie man auf den vorigen Bildern sehen kann, hatten wir es, mit viel körperlichen und materriellen Aufwand, geschafft einen Teil des Schiffrumpfes von den Lackschichten zu befreien und diese grau mit Grundierung gestrichen, aber so konnte es nicht weitergehen, denn nicht nur das die Arbeit richtig in die Arme ging, nein, der dabei entstehende Staub kam trotz Staubmaske in die Lungen und Nasen und auch die Schutzbrille hielt den Staub nicht von den Augen fern, abends hatte man die Augen voll und hatte das Gefühl eine handvoll Sand drin zu haben.
Sir Mogge kramte in seinen Erinnerungen und Erfahrungen und da fiel im ein wie er die MS-Freibeuter teilweise entlackt hatte,

MIT EINEM HAMMER

Am Heck machte Sir Mogge die ersten Versuche, ob es wirklich funktioniert und er stellte fest es klappte.
Der Lack sprang nur so unter den harten Schlägen aus den kräftigen Armen von Sir Mogge (grinslach....) vom Rumpf des Schiffes
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und es ging auch bedeutend schneller, denn man brauchte nur noch die verbliebenen Lackreste abzuschleifen und dann passierte das Missgeschick, für einen kurzen Moment hatte Sir Mogge die Schutzbrille abgesetzt, aber trotzdem klopfte immernoch wie verrückt auf dem Rumpf herum und einer der herumfliegenden Lacksplitter fand den Weg in sein Auge. Am Anfang war es noch nicht so schlimm, aber nach Feierabend verschlimmerte dich der Zustand immer mehr, so das er ins Krankenhaus ging und dort wurde ihm der noch im Auge steckende Lacksplitter entfernt. Kleine Ursache, große Wirkung, zwei Tage Ruhe waren angesagt.

01.02.2009

Am dritten Tag kam die Unruhe und die Werft war wieder angesagt. In der Zwischenzeit hat Seewolf Unger für Verstärkung gesorgt.


v.l. Verstärkung, Sir Mogge und Lehrling Tobias im Gänseschritt zur Arbeit

Mit vier Personen ging es an die Arbeit, drei beschäftigten sich mit schleifen, Sir Mogge verzog sich einwenig aus der Dunstwolke des Schleifstaubes und verkrümmelte sich ans Heck, um sich von dort nach vorne wild auf dem Lack rumklopfend vorzukämpfen.


Sir Mogge beim hämmern, er ist soooo schnell, dass die Kamera es nicht erfassen kann....


Das Tageswerk, um den Fenstern ist der Lack abgeschlagen
und die Anderen haben schon fast eine Seite des Rumpfes abgeschliffen.


Was man selten bei einem Schiff sieht, die Schiffsschraube und das Ruderblatt

Am Freitag den 30.01.2009 war um 14:00 Feierabend ist angesagt, Seewolf Unger und Sir Mogge setzen sich noch einmal zusammen,

brainstorming war angesagt

Natürlich ging das Schleifen schneller wenn Sir Mogge vorher den Lack mit dem Hammer wegkloppte, aber auch diese Technik hatte ihre Tücken, die Vibrationen übertrugen sich auf die Hände und Arme, sie ließen die Sehenen und Knorpel anschwellen. Es musste eine noch bessere Lösung gefunden werden. Nach langem Hin und Her lag die Lösung auf dem Tisch. In der Nähe des Liegeplatzes stand ein großer Kompressor an dem man einen Schlauch anschließen kann, über den man eine Nagelmaschine betreiben kann, aber davon mehr bei der nächsten Berichterstattung. Wir werden dieses Gerät für Sie fotografieren, damit sie verstehen, was der Vorteil dieses Gerätes ist.

03.03.2009

Trauer, nichts war angesagt mit der Nagelmaschine! Unsere Anschlüsse passten nicht zu den Schläuchen an dem Kompressor und zu guterletzt stellten wir auch noch fest, wir bekommen den Kompressor nicht zum Laufen, weil irgendwo auf der Werft das Zuleitungskabel durchtrennt war und es kam kein Saft an, da hätte es uns auch nichts genutzt, wenn die Anschlüsse gepasst hätten.

So war wieder Handarbeit angesagt


Tobias hat wieder eine Drahtbürste vernichtet.

Normalerweise ist er weißhäutig, aber der Schleifstaub verwandelt ihn in rasender Geschwindigkeit
in eine dunkelhäutige Person, na. jedenfalls spart er sich das Solarium.
Müssten wir Ihm eigentlich vom Lohn abziehen.... grins

  
Seewolf Unger wollte mal wieder seiner Lieblingsbeschäftigung nachgehen,
aber die Pinsel waren eingefroren.


Da war erst einmal auftauen angesagt, Zeit für eine Pause
um darauf zu warten bis alles wieder gebrauchsfertig ist
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Tobias am Seil als Alpinist an der Fürstenberger Nordwand


Seewolf Unger schneidet mit dem Gasbrenner die Eisenplatten zu

So langsam kommen wir in die Phase wo wir die schadhaften Stellen am Rumpf reparieren können,
dazu werden rund um die defekten Stellen großzügig Flächen mit der Schneidbrenner aus dem Rumpf getrennt
und die neuen Teile passgenau eingearbeitet und eingeschweißt.


Halbautomatisch werden die Eisenplatten schnurgerade zugeschnitten

Ist ist schon toll, wenn man das richtige Werkzeug zum Arbeiten hat, da geht gleich alles einwenig schneller von der Hand.
Seewolf Unger ist jetzt auch mehr in seinem Element, Eisenplatten zuschneiden, schweißen und die Nähte schleifen.
Von dem Element Tischlerarbeiten, bei dem sich Sir Mogge wohlfühlt sind wir noch Meilenweit entfernt, aber auch die Zeit wird kommen.